SPD München-Hadern

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Presse

Bezirkstagskandidatin Irmgard Hofmann (SPD) bei der Veranstaltung „Patientenverfügung – Wie mache ich das?“

SPD Bezirkstagskandidatin Irmgard Hofmann informiert über Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Ein schwerer Unfall oder eine schlimme Erkrankung kann jeden treffen. Doch wer trifft die notwendigen medizinischen Entscheidungen, wenn die eigene Einwilligungsfähigkeit nicht mehr gegeben ist? Über die Bedeutung und Möglichkeiten von Patientenverfügungen und der Ausstellung einer Vorsorgevollmacht informierte die Bezirkstagskandidatin Irmgard Hofmann (SPD) in Hadern.

Dass es bei diesem Thema viel Unsicherheit gibt, zeigte das große Interesse der Teilnehmenden. Im vollbesetzten Veranstaltungsraum des Restaurant Mehlfeld`s stellte die Krankenpflegerin und Ethikerin Hofmann die wichtigsten Punkte für die medizinische Vorsorge vor. Patientenverfügungen, in denen der eigene Wille festgelegt wird, sollen die Selbstbestimmung auch dann sicherstellen, wenn man sich selbst nicht mehr äußern kann. Hofmann betonte, dass diese natürlich nur dann in Kraft treten, wenn man selbst nicht mehr einwilligungsfähig sei. Wer sich für eine Patientenverfügung entscheidet, sollte zudem beachten, diese möglichst konkret zu formulieren, damit im Ernstfall keine Unklarheiten in der Auslegung auftreten können. Bezirkstagskandidatin Hofmann, seit über 20 Jahren Mitglied im Christopherus-Hospiz-Verein München, , weiß wovon sie spricht. Es geht bei der Patientenverfügung nicht nur darum, festzulegen, ob lebensverlängernde Maßnahmen durchgeführt werden dürfen oder nicht. Vielmehr bietet die Verfügung die Möglichkeit zu entscheiden, wie man sich ein würdiges Ende vorstellt. Die Forderung nach schmerzlindernden Maßnahmen oder fachgerechter Pflege sind hierfür gute Beispiele.

Doch wer muss die Entscheidungen durchsetzen, wenn man dazu selbst nicht mehr in der Lage ist? Dazu dienen Vorsorgevollmachten, insbesondere für Gesundheitsangelegenheiten. Hofmann plädiert dafür, frühzeitig eine Vertrauensperson zu bevollmächtigen und gleichzeitig mit dieser Person über die eigenen Vorstellungen und das Vorhandensein einer Patientenverfügung zu sprechen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Bevollmächtigten, wenn es soweit ist, tatsächlich die gewünschten Schritte in die Wege leiten und durchsetzen können.

Im Laufe der Veranstaltungen konnten viele Fragen der Zuhörer geklärt werden. Unbestritten ist, dass eine Situation, in der man den eigenen Willen nicht mehr selbst äußern kann, für Betroffene, Angehörige und Bevollmächtigte niemals einfach ist. Eine rechtzeitige Vorsorge durch die Ausstellung einer Vorsorgevollmacht sowie einer Patientenverfügung kann aber die Unsicherheit auf allen Seiten deutlich mindern. Zudem ermöglicht es den Menschen, einigermaßen sicherzustellen, dass ihr Wille auch im Falle der Einwilligungsunfähigkeit geachtet wird und damit ihre Selbstbestimmung, als Ausdruck ihrer Würde.