SPD München-Hadern

Strategien gegen Rechts

AntiFa/Migration

Florian Ritter, SPD (links) und Sylvia Schlund, KJR München-Stadt (rechts) diskutierten mit Isabella Fiorentino, SPD

Haderner SPD lädt zur Podiumsdiskussion gegen Rechtsextremismus ein

„Als wir vor einigen Monaten diese Veranstaltung planten, hätten wir nie gedacht, dass sie vor dem aktuellen Hintergrund der Ermittlungen im Fall der Zwickauer Terrorszene solche Brisanz erhalten würde.“ Mit diesen Worten begrüßte der Haderner SPD-Vorsitzende Thomas Kolaska die Gäste und Teilnehmer der Podiumsdiskussion „Strategien gegen Rechts“, zu der die Haderner SPD im Stadtteil eingeladen hat. Als Teilnehmende waren Florian Ritter, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion zur Bekämpfung des Rechtsradikalismus, Sylvia Schlund, Referentin für zeitgeschichtliche Projekte des Kreisjugendrings München-Stadt, sowie der KZ-Überlebende Martin Löwenberg eingeladen. Leider musste Löwenberg seine Teilnahme an der Veranstaltung aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen.
Zu Beginn bat die stellvertretende Haderner SPD-Vorsitzende Isabella Fiorentino die beiden Podiumsteilnehmer um ein kurzes Statement, warum man sich gegen Rechts einsetzen sollten. Sowohl Ritter als auch Schlund bekräftigten, dass das Thema Rechtsextremismus alle Bevölkerungsteile beträfe. Dabei könne und solle auch jeder in unserer Gesellschaft aktiv werden. Ritter stellte jedoch auch heraus, dass es nicht ausreiche einzig und allein „gegen Rechts“ zu sein, sondern es ebenso wichtig sei für Werte wie Freiheit und Demokratie öffentlich einzutreten.
Bei der Frage wie es sein könne, dass im Fall der Zwickauer Terrorszene der Verfassungsschutz Jahre lang nichts mitbekommen hat, forderte Ritter die konsequente Aufklärung der Umstände. In der anschließenden Diskussion waren sich alle Anwesenden einig, dass durch weitere Aktionen gegen Rechts, im Großen wie im Kleinen, das Thema bei allen Bevölkerungsteilen im Gedächtnis bleiben müsse. Denn nach wie vor ist Rechtsextremismus kein neues oder gar kurzfristiges Phänomen, sondern seit Jahrzehnten ein kritisches Thema, dass in unserer Gesellschaft nicht ignoriert werden dürfe.