SPD München-Hadern

Wie können wir uns politisch einbringen?

Presse

Foto: U. Gülfidan

Deutschtürken im Gespräch mit SPD-Kandidaten in Hadern
„Schön, dass Sie mit uns diskutieren wollen.“ Mit diesen Worten begrüßte der Haderner SPD-Vorsitzende Thomas Kolaska etwa vierzig Deutschtürken in der Gaststätte Mehlfeld’s.

Von Seiten der SPD standen die Kandidatin für den Bezirkstag, Irmgard Hofmann, sowie die Kandidaten für die Bundes- und Landtagwahl, Christian Vorländer und Andreas Lotte (Stadtrat) als Gesprächspartner zur Verfügung. Rasch entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, die sich von den klassischen Themen der Zuwanderungspolitik bis hin zu Fragen des Engagements auf kommunaler Ebene vor Ort erstreckte. So wurde leidenschaftlich die praktische Bedeutung des Begriffs der Integration hinterfragt: Die deutsche Sprache zu beherrschen, sei laut Bundestagskandidat Christian Vorländer ein wichtiger Bestandteil dieses „schwer greifbaren und sperrigen“ Ausdrucks. Nur mit ausreichenden Sprachkenntnissen könne man an den Geschicken des Landes aktiv teilhaben, so der Kandidat weiter. Irmgard Hofmann ergänzte, dass Integration auch bedeute, dass alle Menschen in diesem Land gleichberechtigt miteinander leben und gemeinsam die Gesetze beachteten. Der SPD-Stadtrat und Landtagskandidat Andreas Lotte betonte hierbei die zustimmende Haltung der SPD bezüglich der doppelten Staatsbürgerschaft.
Ein weiteres Thema war das Fehlen eines muslimischen Gebetsraumes im Klinikum Großhadern, in Hinblick auf seine vielen türkischstämmigen Angestellten und Patienten – ein Thema, dessen sich Stadtrat Andreas Lotte annehmen möchte. Von lokaler Relevanz war ebenso der Wunsch einiger türkischstämmiger Bürger, dass das Unterrichtsfach „Türkisch als Fremdsprache“ auf weiterführenden Schulen vermehrt angeboten werden sollte. Diese Anregung nahm Irmgard Hofmann mit dem Versprechen auf, sich zu informieren und dafür einzusetzen.
So führte das Gespräch bald zu konkreten Möglichkeiten, wie sich Deutschtürken als Bürger und Bürgerinnen dieses Landes an der Gestaltung der politischen Prozesse beteiligen können. Ganz besonders warb Irmgard Hofmann dafür, in Parteien einzutreten und vor Ort für die Bezirksausschüsse zu kandidieren. Dort würden die lokalen Probleme besprochen sowie wichtige politische Aspekte diskutiert.
Nach zwei Stunden reger Diskussion gingen die Beteiligten mit der Erkenntnis nach Hause, dass dieser Abend nur der Anfang des Austausches und eines weitergehenden Engagements sein konnte.